Schlafmedizin in Dresden

Schlafmedizin in unserer Praxis – Für erholsamen Schlaf und neue Lebensqualität

Unser Konzept: Ganzheitlich. Qualifiziert. Menschlich.

Schlafstörungen beeinträchtigen nicht nur das Wohlbefinden, sondern oft auch die Gesundheit. In unserem schlafmedizinischen Zentrum verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz, um die Ursachen Ihrer Schlafprobleme präzise zu erkennen und gezielt zu behandeln – mit dem Fokus auf Ihre Lebensqualität.
Unser Zentrum ist nach den strengen Qualitätsrichtlinien der Deutschen Gesellschaft für Schlafmedizin (DGSM) ausgestattet und zertifiziert. Wir arbeiten interdisziplinär und nehmen uns Zeit für Ihre individuelle Situation.

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Schlaflabor – Modern ausgestattet für Ihre Ruhe

Unser Schlaflabor verfügt über 8 polysomnographische Messplätze, die mit modernster Technik ausgestattet sind. Die Zimmer bieten eine ruhige, angenehme Atmosphäre – damit Sie sich trotz Untersuchung wohlfühlen können:

– 6 Zimmer mit eigenem Bad und WC
– 1 barrierefreies Zimmer für Rollstuhlfahrer
– Alle Zimmer mit TV
– Behindertengerechte Sanitäreinrichtungen im gesamten Bereich

Die eingesetzten Messgeräte sind klein, leise und unauffällig – so stören sie Ihren Schlaf so wenig wie möglich.

Ihr Aufenthalt im Schlaflabor – was Sie erwartet

Wenn sich nach den Voruntersuchungen in unserer Praxis zeigt, dass eine weiterführende Schlafanalyse notwendig ist, vereinbaren wir gemeinsam mit Ihnen einen Termin für die Untersuchung im Schlaflabor. Je nach medizinischer Notwendigkeit dauert der Aufenthalt eine bis drei Nächte – individuell auf Ihre Situation abgestimmt.

Unser Ziel ist es, Ihnen eine ruhige, entspannte Atmosphäre zu bieten und gleichzeitig aussagekräftige Daten für eine gezielte Diagnostik zu gewinnen.

Ablauf der Untersuchung

  • 20 Uhr: Empfang durch die Mitarbeiter/Bezug des Einzelzimmers
  • ab 21 Uhr: Anschluss an die Messgeräte (Verkabelung)/Zeit zur Entspannung/Beginn der Aufzeichnung
  • ca. 6 Uhr: Abschluss der Aufzeichnung/Entfernung der Messgeräte (Verkabelung)
  • 8 Uhr: Kleines Frühstück
  • ab 8 Uhr: Befundbesprechung mit dem Arzt

Bei Untersuchungsterminen am Wochenende wird mit Ihnen ein Auswertungstermin in der Folgewoche vereinbart. Bitte planen Sie wochentags Ihren Aufenthalt bis ca. 9:30 Uhr, am Wochenende bis ca. 7 Uhr.

Mitzubringen sind:

  • Verordnete Medikamente für die gesamte Zeit im Schlaflabor
  • Gültiger Überweisungsschein oder Zuzahlungsbefreiungsausweis und Chipkarte
  • Bei Therapiekontrollen: Beatmungsgerät mit Zubehör, Patientenpass
  • Schlafanzug, Bademantel, Hausschuhe
  • Handtuch, Waschzeug
  • Getränke, Bücher o. ä. zum Zeitvertreib

Falls Sie ohne Ihr Lieblingskissen nicht schlafen können, bringen Sie es einfach mit. Bitte nehmen Sie am Tag/Abend vor der Untersuchung keine blähenden oder harntreibenden Speisen zu sich.

Krankheitsbilder

Bei der obstruktiven Schlafapnoe verschließt sich im Schlaf der obere Atemweg entweder teilweise (Hypopnoe) oder komplett (Apnoe), sodass zu wenig bzw. kein Sauerstoff in die Lunge gelangt.

Unregelmäßiges Schnarchen
(Obstruktive Schlafapnoe)

Die häufigste schlafbezogene Atmungsstörung ist das sogenannte obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (OSAS), an dem deutschlandweit nach Schätzungen jeder 10. Mann und jede 4. Frau zwischen 40 und 65 Jahren leidet. Mit insgesamt über 1 Millionen Patienten mit OSAS in Deutschland kann man von einer Volkskrankheit sprechen, die in den letzten Jahren enorm an Bedeutung zugenommen hat und zukünftig immer mehr medizinische, soziale und volkswirtschaftliche Bedeutung erlangen wird.

Studien haben bei unbehandelten OSAS-Patienten ein stark erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Bluthochdruck, metabolischem Syndrom, koronarer Herzerkrankung, Herzinfakt und Schlaganfall mit insgesamt reduzierter Lebenserwartung festgestellt.

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der Diagnostik und Behandlung des Schnarchens sowie der schlafbezogenen Atmungsstörungen (z. B. der Schlafapnoe). Diese Erkrankung wird in vielen Fällen durch eine nächtliche Beatmung über eine Maske behandelt. Als Pneumologen verfügen wir über eine langjährige Erfahrung und eine spezielle Ausbildung in der Beatmungseinstellung.

Die Schlafapnoe kann sich durch folgende Symptome
bemerkbar machen

Symptome in der Nacht

  • lautes, unregelmäßiges Schnarchen
  • Auffällige Atempausen
  • Unruhiger Schlaf
  • Häufiger nächtlicher Harndrang
  • Schwitzen, Kopfschmerzen, trockener Rachen

Symptome am Tag

  • Morgendliche Abgeschlagenheit
  • Tagesmüdigkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • Reizbarkeit
  • Libido- und Potenzverlust

Geht der Schlafbedarf eines Menschen über den eines »Langschläfers« von 10 bis 12 Stunden hinaus, kann eine Hypersomnie (Schlafsucht) vorliegen. In Deutschland sind ungefähr 5 Prozent aller Menschen betroffen.

Sie leiden an einer exzessiven Tagesschläfrigkeit mit Konzentrationsschwierigkeiten und z.T. Einschlafattacken. 25 Prozent aller Verkehrsunfälle werden durch Übermüdung am Steuer hervorgerufen.

Eine Hypersomnie sollte deshalb immer ärztlich abgeklärt werden.

Schlafstörungen können ein sehr unterschiedliches Erscheinungsbild und noch mehr verschieden Ursachen haben. Eine gelegentlich durchwachte Nacht oder einige Nächte unzureichenden Schlafes kann der Körper noch relativ gut kompensieren.

Ein längerer Schlafmangel wird als Insomnie bezeichnet. Dabei ist der Schlaf hinsichtlich Quantität (Einschlafzeit mehr als 30 Minuten, nächtliche Wachzeit mehr als 30 Minuten, Gesamtschlafzeit unter 6 Stunden) und/oder Qualität (zu wenig Tief-oder Traumschlaf, viele Mikroweckreaktionen) gestört. Die Beschwerden treten in mehr als 3 Nächten pro Woche über mindestens 4 Wochen auf.

Etwa 30 Prozent der Insomnien sind auf organische Leiden zurückzuführen (chronische Schmerzzustände, internistische, neurologische und psychiatrische Erkrankungen), deren Diagnostik und Therapie Vorbedingung für eine erfolgreiche Behandlung der Schlafstörung darstellt.

Der größte Anteil der Insomnie hat jedoch psychosoziale oder psychoreaktive Hintergründe (Hektik, Stress, Ängste, …). Wenn die Insomnie über Wochen, Monate oder sogar über Jahre bestehen bleiben, kann dies zu ernsthaften gesundheitlichen Störungen führen.

Wer über einen längeren Zeitraum nicht richtig geschlafen hat und ohne Erfolg verschiedene schlaffördernde Maßnahmen ausprobiert hat, sollte deshalb einen Arzt um Rat fragen.

(»Rastlose Beine«)

Das Kürzel RLS steht für die Erkrankung der unruhigen, ruhe-oder rastlosen Beine. Von der Erkrankung sind 5-10% der Bevölkerung in Deutschland betroffen. Die Erkrankung nimmt mit steigendem Lebensalter zu und betrifft Frauen häufiger als Männer. In 40% aller Fälle wird die Erkrankung vererbt.

In 60% tritt das RLS symptomatisch bei Eisenmangel, Polyneuropathie (Schädigung des Nervensystems), Nierenschwäche, Rheuma, Schwangerschaft, … auf.

Viele Patienten mit RLS haben den Eindruck alles sei anders bei Ihnen. Die typischen Beschwerden lassen sich kaum in Worte fassen und sind für den Patienten unbeschreiblich. Es sind nicht einfach Schmerzen in den Beinen, sondern eine Gefühl zum aus der Haut fahren, verbunden mit einem ausgeprägten Bewegungsdrang.

Vier Symptome sind für die Diagnosestellung wegweisend

  1. Missempfindungen (Unruhe, Kribbeln, Ziehen, Reißen, Brennen, Spannungsgefühl,…) im Bereich der Beine. Die Arme können aber auch betroffen sein.
  2. Die Symptome nehmen gegen Abend hin zu.
  3. Die Beschwerden verschlechtern sich in Ruhe.
  4. Bewegung wie Laufen oder Dehnen, Massieren der Beine oder Anwendungen mit kaltem oder heißem Wasser lindert die Beschwerden.

Bei unklaren Beschwerden kann die Polysomnographie über den Nachweis nächtlicher periodischer Beinbewegungen die Diagnose RLS sichern. In Abhängigkeit vom Ausmaß der Beschwerden planen wir ihre individuelle Therapie.

Diagnostik

Polygraphie (Schlafapnoe-Screening zu Hause)

Die Polygraphie ist ein ambulantes Verfahren zur Untersuchung von Schnarchen, Atempausen und Sauerstoffmangel im Schlaf. Gemessen werden u. a.:

  • Atmung und Schnarchen
  • Sauerstoffgehalt im Blut
  • Atembewegungen von Brust und Bauch
  • Körperlage, Pulsfrequenz
  • ggf. Beatmungsdruck bei Maskentherapie

Der Schlaf selbst wird nicht erfasst. Das Messgerät wird in der Praxis angelegt oder kann nach Einweisung zu Hause selbst angebracht werden. Am Folgetag geben Sie es zurück, die Auswertung erfolgt zeitnah im Arztgespräch.

Polysomnographie (Untersuchung im Schlaflabor)

Die Polysomnographie gilt als Goldstandard der Schlafdiagnostik. Zusätzlich zur Polygraphie werden Hirnströme (EEG), Augenbewegungen (EOG) und Muskelaktivitäten (EMG) aufgezeichnet. So lassen sich:

  • Schlafphasen (Leicht-, Tief-, REM-Schlaf)
  • Einschlafzeit und nächtliche Wachphasen
  • Zähneknirschen, Beinbewegungen und mehr

detailliert beurteilen. Eine Infrarotkamera ermöglicht die ergänzende Videobeobachtung.

MSLT (Mehrfach-Schlaf-Latenz-Test)

Dieser Test misst die Einschlafneigung tagsüber zu festgelegten Zeiten (9, 11, 13, 15 Uhr) – z. B. bei Verdacht auf Narkolepsie. Er folgt auf eine Polysomnographienacht im Schlaflabor.

Therapien

  • 20 Uhr: Empfang durch die Mitarbeiter/Bezug des Einzelzimmers
  • ab 21 Uhr: Anschluss an die Messgeräte (Verkabelung)/Zeit zur Entspannung/Beginn der Aufzeichnung
  • ca. 6 Uhr: Abschluss der Aufzeichnung/Entfernung der Messgeräte (Verkabelung)
  • 8 Uhr: Kleines Frühstück
  • ab 8 Uhr: Befundbesprechung mit dem Arzt

Bei Untersuchungsterminen am Wochenende wird mit Ihnen ein Auswertungstermin in der Folgewoche vereinbart. Bitte planen Sie wochentags Ihren Aufenthalt bis ca. 9:30 Uhr, am Wochenende bis ca. 7 Uhr.

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