Allergieteste

Allergietests sind diagnostische Verfahren, die in der pneumologischen Praxis eingesetzt werden, um allergische Reaktionen auf bestimmte Substanzen zu identifizieren. Hier sind einige gängige Arten von Allergietests:

  1. Pricktest: Kleine Mengen potenziell allergener Substanzen werden auf die Haut aufgetragen, und die Haut wird leicht eingestochen. Eine allergische Reaktion zeigt sich durch eine Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle.
  2. Intracutantest: Eine kleine Menge des Allergens wird in die oberste Hautschicht injiziert. Die Reaktion wird ähnlich wie beim Pricktest bewertet.
  3. Scratchtest: Das Allergen wird mit einer speziellen Nadel leicht in die Haut gekratzt. Die Hautreaktion wird daraufhin ausgewertet.
  4. Reibetest: Das Allergen wird auf die Haut aufgetragen und dann leicht eingerieben. Die Reaktion wird überwacht.
  5. Epicutantest: Ein Pflaster mit allergenen Substanzen wird auf die Haut aufgebracht und für eine bestimmte Zeit belassen. Nach dem Entfernen des Pflasters wird die Reaktion überprüft.

Diese Tests ermöglichen es dem Arzt, spezifische Allergien zu identifizieren, die Atemwegsprobleme oder allergische Reaktionen in den Atemwegen verursachen könnten. Durch das Erkennen und Vermeiden dieser Allergene können individuelle Behandlungspläne entwickelt werden, um die Lebensqualität der Patienten zu verbessern und Atemwegsbeschwerden zu minimieren.

Allergietestung (Haut-und Blutteste)

Die Standarduntersuchung zur Allergentestung ist der Hauttest (Prick-Test). Hier werden die in Verdacht stehenden Allergene auf die Haut des Unterarmes aufgetragen und die Reaktion nach 20 Minuten beurteilt.

Zur genaueren Diagnostik einer Allergie ist gelegentlich ein zusätzlicher Bluttest notwendig. Dafür wird etwas Blut aus der Armvene abgenommen. Neben der Bestimmung des »Allergieeiweißes« Immunglobulin-E als Gesamtwert, können zusätzlich einzelne spezielle Allergene im RAST-Test gemessen werden.

Behandlung mit Anti-IgE- und Anti-IL5-Antikörpern

Im Rahmen der Allergie bildet der Körper zu viel Immunglobulin-E (Ig-E). Bei ausgewählten Patienten mit schwerem Asthma bronchiale und ganzjährigen Allergien kann sich als Ergänzung zur Standardasthmatherapie die zusätzliche Gabe von Anti-Ig-E- und Anti-IL5-Antikörpern (Xolair®) notwendig machen.

Das Medikament wird aller 2 bis 4 Wochen unter die Haut des Oberarms gespritzt. Es neutralisiert das im Körper zu viel gebildete Ig-E und verringert damit die Asthma-Aktivität.

Allergiebehandlung inkl. Hyposensibilisierung

Im Vordergrund der Allergiebehandlung steht das Meiden der bekannten Allergene (z.B. kein Tierkontakt bei bekannter Tierhaarallergie). Zudem besteht die Möglichkeit einer lokalen antiallergischen Therapie (Augentropfen; Nasenspray) oder die Einnahme von antiallergischen Medikamenten.

Alle Medikamente lindern zwar die allergischen Beschwerden, heilen jedoch nicht. Die einzige Therapiemethode zur Verringerung der Allergieaktivität des Körpers stellt die Hyposensibilisierung dar.

Bei der Hyposensibilisierung werden die Ihre Beschwerden auslösenden Allergene zu festgelegten Zeitpunkten in ansteigender Menge unter die Haut des Oberarms gespritzt, wodurch die Empfindlichkeit schrittweise herabgesetzt wird.

Behandlungsmodus

  • Kurzzeittherapie (ca. 5 Spritzen pro Jahr, verabreicht innerhalb von 6 bis 8 Wochen)
  • Ganzjährige Therapie (1 Spritze aller 4 Wochen)

Behandlungsdauer

  • In Abhängigkeit vom Allergen 3 bis 5 Jahre.

Wirkung

  • Deutliche Abschwächung der allergischen Beschwerden und des Medikamentenverbrauchs, auch nach Abschluss der Behandlung.

Für eine erfolgreiche Behandlung sind die folgenden Punkte zu beachten

  • Die Behandlungsabstände sollten unbedingt eingehalten werden – davon hängt der Erfolg der Therapie ab!
  • Nach jeder Spritze müssen Sie unbedingt mindestens 30 Minuten in der Praxis warten, damit die Verträglichkeit der Spritze überwacht werden kann!
  • An der Einspritzstelle kann es zu Rötungen, Juckreiz und Schwellungen kommen, diese können auch nach Stunden auftreten
  • Selten können nach Allergengabe Symptome wie Augenjucken, Nasen- und Atembeschwerden auftreten
  • Am Behandlungstag sind größere körperliche Anstrengungen, heißes Baden und Sauna zu meiden.
  • Bei akuten Infektionskrankheiten sollte nicht gespritzt werden. Warten Sie den dritten beschwerdefreien Tag ab.

Teilen Sie vor jeder nächsten Spritze mit, wie Sie die jeweils vorhergehende Spritze vertragen habe.